Naturferiendorf - Die Kinder von Boßlerbü in der Steinzeit

Naturferiendorf

In der 1. Sommerferienwoche tauchten die Kinder im Alter von 7-11 Jahren in eine andere Welt ein. Abgeschieden auf dem Boßler, dem Naturfreundehaus der Ortsgruppe Göppingen, inmitten von Wald, Wiesen und einer atemberaubenden Aussicht, konnten sich die Kinder ganz auf das Thema Steinzeit, auf das Miteinander der anderen 34 Teilnehmer*innen und auf die Vorbereitungen für das Theaterstück einlassen.

Zur Vorbereitung wurden aus alten Lederresten und Stoffen Kostüme und Accessoires von Hand hergestellt. Oft verschwanden die Kinder stundenlang im Wald um selbständig die Hütten und die Kulisse herzustellen. Die Hütten wurden so stabil erbaut, dass einige Kinder sie sogar bei der Übernachtung draußen am Lagerfeuer als Schlafplatz nutzen konnten.

Währenddessen arbeiteten andere Kinder mit ihren Schnitzmessern ganz gewissenhaft an Pfeil und Bogen. Mit Blasen an den Händen und immer in der Hoffnung, dass beim Einspannen der Sehne der hart erarbeitete Bogen nicht bricht, dienten sie dann während des Theaterstücks dem Erlegen von wilden Mammuts.

Aufgeteilt in zahlreiche Szenen zu unterschiedlichen Themen der Steinzeit, präsentierten die Kinder zum Abschluss ein mobiles Theaterstück quer durch den Wald.

Aber nicht nur das Theater stand im Mittelpunkt des Naturferiendorfes. Mit Lehm, Sand und Wasser wurde ein Wandgemälde erstellt, in dem sich die Kinder verewigen konnten. Auch das Herstellen von Farbe aus selbstgemahlenen Steinen und Eigelb für die Nachahmung der Höhlenmalerei zauberte unglaubwürdige Blicke in die Gesichter der Kinder.

Nachdem jegliche Matschereien notdürftig mit dem Wasserschlauch beseitigt wurden, freuten sich alle auf das Highlight der Woche, den Besuch im Freibad der uns erneut vom Bürgermeister Herr Bührle der Gemeinde Bad Boll geschenkt wurde.

Mit stolzen Gesichtern, wenn man über sich hinausgewachsen ist, mit müden Gesichtern, wenn man den ganzen Tag aktiv war, mit starken Gesichtern, wenn man das Heimweh überwunden hat und mit glücklichen Gesichtern, weil auch dieser Tag wieder ein toller Tag war, trafen sich die Kinder jeden Abend zum Lagerrat am Lagerfeuer.

Offenheit und Zusammenhalt konnten bei der Reflektionsrunde spürbar erlebt werden, die mit gemeinsamen Singen und dem Vorlesen einer Steinzeitgeschichte abgeschlossen wurde.

Auch im nächsten Jahr heißen wir wieder zahlreiche Kinder zum Naturferiendorf willkommen.

Blumeninsel

Blumeninsel 1 

An einem sonnigen Frühlingswochenende im März trafen sich die Umweltdetektive und Naturforscher mit Eltern am Naturfreundehaus Lichtenwald.

Nach dem erfolgreichen Bau und Bezug des Insektenhotels im Vorjahr stand jetzt eine Sähaktion für Wildblumen an.

Birgit Hein von den Naturfreunden und Katja Nickl vom „Netzwerk Blühende Landschaft“ (NBL) hatten im Vorfeld einen Plan entworfen, der zu unserer Freude vom NBL auch bezuschusst wird.

Um 9.30 Uhr ging es los mit der Begutachtung des Geländes. Nach einer kurzen Begehung wurde mit Hacken, Spaten und Muskelkraft die erste Blumeninsel umgegraben. Da dies so schnell und leicht von der Hand ging, konnte sogar vor dem Vesper noch die zweite Insel ausgehoben werden. Stefan Nietschke von NBL hat uns mit seiner Gartenfräse viel Handarbeit abgenommen, so dass wir uns ganz gemütlich an den vorbereiteten Tisch setzen konnten und es uns bei selbstgebackenem Brot und Aufstrichen mit frischem Wiesenschnittlauch und Apfelschorle gut gehen ließen.

Danach kam es zum schönsten Teil der Aktion: der feierlichen Aussaat von Blüten - Kornblumen, Margerite, Wiesensalbei, Färberkamille und weiteren heimischen Arten.

Nun wurden zwei Schilder aufgestellt, die den Trampelpfad markieren, der von beiden Enden der Wiese zu den Blumeninseln führt und für Spaziergänger jederzeit begehbar ist.

Wir hoffen nun, dass die Saat gut aufgeht und im Sommer unsere Kulturlandschaft wieder blüht für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge & Co - und auch zu unserer Freude.

Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden !

SCHNEETIERE

SchneeSchneeschlangeMit einem Schneestart ins neue Jahr haben wir zwar nicht gerechnet, aber uns umso mehr darüber gefreut. Die größt mögliche Schneekugel wurde mit einem großen "Hau-Ruck" den Berg hochgerollt und ALLE mussten mithelfen, sonst hätten die Umweltdetektive Denkendorf es nicht geschafft. Aber auch Schneetiere sind entstanden und mit Erde bunt eingefärbt! 

UMWELTDETEKTIVE FILDER


Die Umweltdetektive wachsen. Am 24.02.2016 treffen sich die Umweltdetektive Filder zum ersten mal in Bonlanden. Renate und ich freuen uns schon riesig auf die vielen Kinder, die sich bereits angemeldet haben. 

Wir lernen uns kennen, und begrüßen unsere neue Umweltdetektivheimat im Kulturzentrum, wo wir uns ab Mittwoch regelmäßig treffen, spielen, bauen, entdecken und erforschen können.

Mit den Themen rund um die Streuobstwiese starten wir ins Frühjahr und ich freue mich, dass so viele Kinder mit dabei sind!

 

 SCHNITZEN UND WEBEN

WebrahmenDie Umweltdetektive haben sich dem Schnitzen und Weben gewidmet. Mit Stöcken aus dem Wald, Kordel, Gräsern, Blättern, Beeren und Blumen wurde nicht nur der Rahmen zum Weben selber zusammengebaut, auch die Kette wurde selber eingespannt und mit besonderen und bunten Fundstücken aus dem Wald bestückt. Es entstanden kunterbunte und herbstliche Kunstwerke.

Andere Kinder widmeten sich näher dem Schnitzen. Jedes Kind lernte dabei nicht nur die wichtigsten Schnitzregeln kennen, sondern übte auch Geschicklichkeit, Kreativität und Umsetzung der eigenen Ideen. Dabei entstanden spannende Gesichter mit lustigen Nasen, Kleiderhaken für die ganze Familie, Löffel und Gabeln, Messer und Speere und vieles mehr.

Schnitzen

 Den Tieren auf der Spur

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Die Umweltdetektive Neckar-Fils waren Mitte Februar den Tieren auf der Spur. 

Spurensuche in Wald und Feld führten uns zu spannenden Fährten. Im Laub und an Totholz fanden wir Fraßspuren von Insekten und deren Larven. Wir konnten ebenfalls leere Schneckenhäuser, Vogelnester, Regenwurmhäufchen, Maulwurfshügel, Haare, Federn, Losung und Fußabdrücke finden. Von Mäusen angeknabberte Kirschkerne, Totholz mit vielen kleinen Löchern, Hasenkot und Fußspuren vom Pferd, Reh, Fuchs und Hund erzählten spannende Geschichten. Obwohl wir tagsüber nur sehr selten die Tiere des Waldes sehen können, sind die Spuren der Tiere häufig für uns Menschen sichtbar.